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Krankenhaus
07.07.2026

Pflegeüberleitungsbogen und Pflegebericht mit KI schreiben

Ariane Schmidt
6
min. lesezeit

Entlassung in zwei Stunden und der Pflegeüberleitungsbogen ist noch nicht fertig? Ist der Bogen unvollständig, folgen Rückfragen, verzögerte Verlegungen und längere Verweildauern. Mit Recare entfällt die Doppelarbeit – für den Sozialdienst und die Pflegekraft.

Das Thema kurz und kompakt

Bis zu 45 Minuten pro Fall: So viel Zeit verliert der Sozialdienst mit der manuellen Erstellung des Pflegeüberleitungsbogens.

Verstreute Daten als Ursache: KIS, Arztbrief und Pflegesoftware liegen getrennt – Lücken im Überleitungsbogen sind damit vorprogrammiert.

Keine Doppelerfassung: Eine KI-Lösung mit direkter KIS-Anbindung überträgt Daten automatisch – ohne Mehraufwand für das Team.

Recare löst das Problem: Pflegeüberleitungsbogen und Pflegebericht werden automatisch erstellt – vollständig, prüfbereit und ohne Doppeldokumentation.

Warum Pflegebericht und Pflegeüberleitungsbogen manuell unvollständig bleiben

Pflegefachkräfte dokumentieren den Patientenzustand täglich: Wundverlauf, Mobilisation, Medikation, Verhalten. Diese Pflegeberichte entstehen unter Zeitdruck, verteilt auf KIS, separate Pflegesoftware und handschriftliche Notizen. Was an einer Stelle eingetragen wird, fehlt an einer anderen. Versionen driften auseinander, Übergaben basieren auf lückenhaften Informationen.

Der Sozialdienst steht vor einem anderen, aber verwandten Problem. Der Pflegeüberleitungsbogen muss kurz vor der Verlegung vollständig vorliegen – mit Pflegegrad, aktueller Medikation, Hilfsmittelversorgung und Betreuungsverfügung. Diese Informationen liegen jedoch über Arztbrief, KIS und Pflegesoftware verteilt. Die Folge: Rückfragen per Fax, verzögerte Verlegungen und ein Bogen, der den tatsächlichen Patientenstatus nur lückenhaft abbildet.

Vorlagen, Kopieren-und-Einfügen aus dem KIS oder unstrukturierte Diktate lösen das Problem nicht, sondern verschieben es. Was an einer Stelle eingespart wird, fällt an anderer Stelle als Korrekturaufwand wieder an.

Die drei Entscheidungen vor der KI-Einführung

Ob ein KI-Projekt skaliert oder als Pilot versandet, entscheidet sich nicht an der Technologie selbst, sondern an drei Fragen, die vorab geklärt sein müssen. Wer Eingabemodus, Systemanbindung und fachliche Freigabe frühzeitig klärt, schafft die Grundlage für eine Lösung, die im Stationsalltag tatsächlich entlastet. 

Sprachdiktat oder Datenextraktion aus dem KIS?

Beim Sprachdiktat spricht die Pflegekraft direkt am Patientenbett: Wundverlauf, Mobilisation, Verhalten, Schmerzangaben. Diese Beobachtungen entstehen nur im direkten Kontakt und lassen sich nicht aus Bestandsdaten ableiten. Sprachbasierte Erfassung fängt sie ein, bevor sie im Tagesablauf verloren gehen.

Die Datenextraktion zieht parallel Stammdaten, Diagnosen, Medikation und Laborwerte automatisch aus PDF-Arztbriefen und KIS-Datenbank, ohne Abschreibfehler oder Doppelerfassung. Für den Pflegeüberleitungsbogen ist die Datenextraktion das zentrale Werkzeug des Sozialdienstes – sie liefert die belastbare Datenbasis, ohne dass Informationen aus drei Systemen manuell zusammengetragen werden müssen.

Schnittstelle zum bestehenden KIS oder Insellösung?

Eine KI-Lösung ohne KIS-Anbindung zwingt Pflegekräfte, jeden Eintrag zweimal zu erfassen: einmal im KI-Tool, einmal im KIS-System. Die gewonnene Zeit verpufft bei der Übertragung, Versionen driften auseinander, und der Pflegeüberleitungsbogen verliert seine Quellenintegrität. 

Viele KIS-Systeme verfügen über keine offene Schnittstelle – klassische Integrationen scheitern genau daran. Die Technologie von Recare Operator umgeht das, indem sie strukturierte Daten wie ein menschlicher Anwender direkt in die richtigen KIS-Felder einträgt.

Wer behält die fachliche Freigabe?

Art. 22 DSGVO untersagt rein automatisierte Entscheidungen mit rechtlicher Wirkung. Übertragen auf die KI-gestützte Dokumentation heißt das: Die KI strukturiert, schlägt vor und füllt aus – aber jede Eintragung wird von der zuständigen Fachkraft geprüft und freigegeben. Beim Pflegebericht ist das die Pflegefachkraft, beim Pflegeüberleitungsbogen der Sozialdienst. Die fachliche Verantwortung bleibt bei der Person, die den Patienten kennt.

Jeder Eintrag braucht einen Zeitstempel, eine Quelle und den Namen der freigebenden Fachkraft, abrufbar für die Prüfung des Medizinischen Dienstes. Lösungen ohne lückenlose Protokollierung scheiden in der Evaluation aus.

Mit KI Pflegeüberleitungsbogen und Pflegebericht schreiben

Ob Sozialdienst oder Pflegefachkraft – der Dokumentationsaufwand betrifft beide. KI löst das Problem an zwei Stellen gleichzeitig: beim Pflegeüberleitungsbogen durch automatische Datenextraktion aus vorhandenen Quellen, beim Pflegebericht durch strukturierte Spracherfassung direkt am Bett.

Wie KI den Pflegeüberleitungsbogen konkret befüllt

Der Ablauf folgt einer klaren Kette: Recare Extract zieht Stammdaten, Diagnosen und Medikation aus KIS und Arztbrief, der Sozialdienst prüft den vollständig vorausgefüllten Pflegeüberleitungsbogen, gibt ihn frei und löst den KIM-Versand an den Nachversorger aus. Fax entfällt, der Pflegeüberleitungsbogen geht strukturiert und nachvollziehbar an die aufnehmende Einrichtung.

Drei Bausteine arbeiten dabei zusammen: Recare Extract liefert die strukturierten Quelldaten, Recare Docs erzeugt den fertigen Bogen, Recare Operator trägt die Ergebnisse parallel ins führende KIS zurück. Die Tabelle zeigt, was das konkret bedeutet:

Papierbasierter Prozess KI-gestützter Prozess
Manuelle Mehrfacheingabe aus KIS, Arztbrief und Pflegesoftware Automatische Extraktion plus Sprachdiktat am Bett
Hoher manueller Zeitaufwand pro Fall Reduktion um bis zu 45 Minuten pro Fall
Faxversand an den Nachversorger KIM-Versand direkt aus der Plattform
Freigabe ohne lückenlose Protokollierung Freigabe mit lückenloser Protokollierung

Wie KI unterstützt, den Pflegebericht zu schreiben

Pflegefachkräfte dokumentieren den Patientenzustand nicht einmal, sondern kontinuierlich – bei jeder Übergabe, nach jeder Visite, bei jeder Veränderung des Zustands. Der Pflegebericht entsteht damit nicht in einem Zug, sondern aus vielen Einzeleinträgen, die über den Tag verteilt in unterschiedliche Systeme fließen.

Recare Voice erfasst diese Einträge direkt am Patientenbett per Sprachdiktat. Die Pflegekraft spricht und die KI strukturiert den Inhalt automatisch in den Pflegebericht. Kein Abtippen, kein Systemwechsel, kein Nacharbeiten am Ende der Schicht. Das Ergebnis ist ein Pflegebericht, bei dem alle wichtigen Beobachtungen sofort erfasst werden – und nicht erst Stunden später aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden müssen.

Recare Docs und Recare Voice – weniger Dokumentationsaufwand für Pflege und Sozialdienst

Recare Docs erstellt den Pflegeüberleitungsbogen automatisch aus vorhandenen Patientendaten aus KIS und Arztbrief und spart so bis zu 45 Minuten pro Fall. Recare Voice erfasst Pflegebeobachtungen direkt am Bett und strukturiert sie in den Pflegebericht – kein Abtippen, kein Nacharbeiten am Ende der Schicht. Beide Lösungen verhindern Mehrfacherfassung, sichern die fachliche Freigabe nachvollziehbar ab und liefern die lückenlose Protokollierung, die der Medizinische Dienst prüft.

Weniger Dokumentationsaufwand bedeutet mehr Kapazität – für den Sozialdienst, die Pflegedienstleitung und das Krankenhausmanagement. Jetzt Beratungsgespräch anfordern. 

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Screenshot von Recare Docs für die Klinikleitung
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Häufig gestellte Fragen

Hält KI-gestützte Dokumentation einer Prüfung durch den Medizinischen Dienst stand?
Der Medizinische Dienst prüft, ob jeder KI-generierte Eintrag mit Zeitstempel und Namen der freigebenden Fachkraft versehen ist. Die lückenlose Protokollierung bildet die Grundlage jeder Prüfung. Die fachliche Freigabe durch die Pflegefachkraft bleibt verpflichtend und ist genau das, was geprüft wird.
Wie sicher sind Patientendaten bei der KI-gestützten Dokumentation?
Recare ist ISO 27001-zertifiziert und verfügt über das C5-Testat des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Patientendaten werden gesichert und nicht zentral gespeichert – sie verbleiben in der Einrichtung.
Kann Recare Docs an jedes KIS angebunden werden?
Viele KIS-Systeme verfügen über keine offene Schnittstelle – klassische Integrationen scheitern genau daran. Recare Operator umgeht das: Die Lösung trägt strukturierte Daten direkt in die richtigen KIS-Felder ein, ganz ohne tiefe IT-Integration und ohne dass Pflegekräfte oder Sozialdienst-Mitarbeitende Daten doppelt erfassen müssen.
Wie läuft die Einführung von Recare Docs und Recare Voice ab?
Recare übernimmt die Implementierung und begleitet die Einführung von Anfang an. Die Einführung erfolgt schrittweise – von der Pilotierung in ausgewählten Abteilungen bis zur flächendeckenden Einführung. Schulungen für das Team sind dabei fester Bestandteil des Prozesses. Der erste Schritt ist ein kostenloses Beratungsgespräch, in dem Recare das Einsparpotenzial für die jeweilige Einrichtung konkret analysiert.
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